Chronik

Die Geschichte des Himmelstadter Postamtes:

25.10.1899: An der Eisenbahnstrecke Würzburg
15.05.1900: Himmelstadt erhält eine Posthilfsstelle, Posthilfsstelleninhaber ist der Gemeindeschreiber Josef Lothar Rothenhöfer. Der Dienstraum befindet sich im Anwesen Nr. 152. Postzuführung täglich zweimal durch Karriolpostkurs Karlstadt – Laudenbach.
01.04.1901: Einrichtung einer Postagentur. Zum Bestellbereich gehört Himmelstadt. Postagent wird der bisherige Posthilfsstelleninhaber Rothenhöfer. Die Postversorgung erfolgt weiterhin zweimal täglich über den Karriolpostkurs Karlstadt.
17.06.1905: Mit der Postagentur Himmelstadt wird eine Telegrafenanstalt mit Telefonbetrieb, Unfallmeldedienst und öffentlicher Telefonstelle verbunden.
24.08.1915: Anstelle des aus dem Postdienst ausgeschiedenen Postagenten Rothenhöfer übernimmt die Agenturbeihilfe Emma Höchst aus Retzbach die Postagentur. Der Dienstraum bleibt im Anwesen Nr. 152.
01.12.1915: Postagent wird der Militärpensionist Richard Scheb. Der Dienstraum wird nicht verlegt. Die bisher unmittelbar dem Oberpostamt Würzburg unterstellte Postagentur wird dem Postamt Karlstadt unterstellt.
01.04.1939: Die Postagentur Himmelstadt wird in eine Poststelle umgewandelt.
08.04.1945: Bedingt durch Kriegseinwirkung wird der allgemeine Dienstbetrieb nach mehreren Wochen wieder aufgenommen.
01.08.1956: Die Poststelle 1 Himmelstadt wird vom Postamt Karlstadt abgetrennt und dem Postamt Würzburg 2 unterstellt. Die Postversorgung erfolgt über die Bahnpost Würzburg.
01.03.1957: Der Kriegsversehrte Franz Bog wird Posthalter 1.
22.01.1958: Die Poststelle wird in die angemieteten Räume im Anwesen Nr. 142 verlegt. In den Sechzigerjahren werden die ersten Münzfernsprecher aufgestellt.
01.01.1971: Edda Schröter wird neue Posthalterin.
01.12.1986: Die Poststelle Himmelstadt wird offiziell „Weihnachtspostamt“.
01.12.1991: Inbetriebnahme des Weihnachtspostamtes mit Postillionen und einer Postkutsche im Original. Die Himmelstadter Familie Anton Wirth übernimmt mit vielen ehrenamtlichen Helfern die Beantwortung der Weihnachtspost.
1992: 22.000 Briefe wurden beantwortet.
30.06.1993: Die Posthalterin Edda Schröter tritt in den Ruhestand. Nachfolgerin wird Gabriele Schaffner.
28.11.1993: Erstmalig eröffnet der Minister für Post und Telekommunikation, Dr. Wolfgang Bötsch, das Weihnachtspostamt Himmelstadt. Die Anzahl der Weihnachtsbriefe steigt auf 25.000.
1994: 30.000 Weihnachtsbriefe erreichten das Weihnachtspostamt. Frau Rosemarie Schotte wird neue Leiterin des Weihnachtspostamts.
03.12.1995: Der Minister für Post und Telekommunikation, Dr. Wolfgang Bötsch, eröffnet zum dritten Mal das zur Tradition gewordene „Weihnachtspostamt“ (inzwischen Weihnachtspostfiliale) Himmelstadt.
24.12.1995: Das Weihnachtspostamt Himmelstadt ist Gast in der Life-Sendung „Sternstunden“ (Bayer. Rundfunk).
01.12.1996: Eröffnung wieder durch den Minister für Post und Telekommunikation, Dr. Wolfgang Bötsch. Zum ersten Mal geht das Aktionsteam des Himmelstadter Weihnachtspostamtes auf Reisen. Am 10.12.1996 machte es Station auf dem Würzburger Weihnachtsmarkt.
30.11.1997: Zum fünften Mal Eröffnung durch den Minister für Post und Telekommunikation Dr. Wolfgang Bötsch. Auch in diesem Jahr reist das das Himmelstadter Weihnachtspostamt am 18.12.97 zum Würzburger Weihnachtsmarkt.
29.11.1998: Zum 13. Mal wird das „Weihnachtspostamt“ Himmelstadt eröffnet. Ehrengast ist der Würzburger Bischof Herr Dr. Paul Werner Scheele. Wie schon in den vergangenen Jahren reist das Weihnachtspostamt am 17.12.1998 zum Würzburger Weihnachtmarkt, um dort Station zu machen.
01.03.1999: Die Postfiliale Himmelstadt wird in eine Postagentur umgewandelt.
28.11.1999: Das Weihnachtspostamt wird offiziell vom Regierungspräsidenten, Herrn Dr. Franz Vogt, eröffnet. Wie es schon seit Jahren Tradition ist, stellt es sich am 14.12.1999 auf dem Würzburger Weihnachtsmarkt vor. 30.000 Briefe werden beantwortet.
03.12.2000: Das Weihnachtspostamt wird von Frau Staatsministerin Barbara Stamm eröffnet. Antenne Bayern berichtet von 15 Uhr bis 18 Uhr live von dieser Eröffnungsveranstaltung und vom Weihnachtsmarkt. Viele Besucher bevölkern den Kirchplatz in Himmelstadt, um diese Sendung mitzuerleben.
02.12.2001: 30.000 Briefe werden beantwortet. Eröffnung durch Herrn Staatsminister Eberhard Sinner.
TV-Star Verona Feldbusch war in der Vorweihnachtszeit beim Weihnachtspostamt und drehte dort einen Beitrag für SAT1.
30.11.2002: Weihnachten begann in Himmelstadt dieses Jahr bereits im Sommer. Die TV-Stars „Erkan und Stefan“ waren für PRO7 im Juli im Weihnachtspostamt. Es wurde eine 20-minütige Sendung für „headnut.tv“ produziert.
Auf Grund der Werbekampagne für Himmelstadt, den Weihnachtsmarkt und das Weihnachtspostamt rechnet die Leiterin des Weihnachtspostamtes, Frau Rosemarie Schotte, mit einem erneuten Anstieg der eingehenden Briefe an das Christkind im Jahr 2002.
01.12.2002: Das Weihnachtspostamt wird von Herrn Werner Scheller, Präsident und Geschäftsbereichsleiter „Brief Gewerbekunden“ der Deutschen Post AG, eröffnet. Er hat das Weihnachtspostamt Himmelstadt 1986 zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Waldemar Ruß aus der Taufe gehoben.



Weinprinzessin Carolin Gehrsitz stellt den weltweit ersten Weihnachtsbocksbeutel – in Handarbeit beklebt mit Briefmarken und gestempelt mit dem Sonderstempel „Weihnachtspostamt Himmelstadt“ – vor. Es handelt sich um einen „Himmelstadter Kelter“, 2001, Müller-Thurgau Kabinett.

30.11.2003: „Ich arbeite gerne“, sagte die CSU-Europa-Abgeordnete Ursula Schleicher, als sie die Eröffnung des 18. Himmelstadter Weihnachtspostamtes mit dem Ersttagsstempel auf einigen Briefen dokumentierte.



Zum Weihnachtsbocksbeutel, auch in diesem Jahr wieder präsentiert, kam der Weihnachtsschinken, gefertigt von der Metzgerei Edgar Knorr in Himmelstadt, hinzu.

28.11.2004: Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer eröffnet das Weihnachtspostamt. Bereits einen Tag vorher wurde der Himmelstadter Weihnachtsmarkt eröffnet.
27.11.2005: Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Susanne Kastner setzte bei der 20. Eröffnung des Weihnachtspostamtes den ersten Stempel. Gemeinde Himmelstadt und Deutsche Post, vertreten durch Präsident Werner Scheller gaben zudem den Startschuss für den Weihnachtspark in den Mainauen. Dort können Briefmarkenfans künftig ganzjährig auf dem ersten deutschen Philatelistenlehrpfad wandern. Zudem wurde die historische Poststelle im Brückenzollhäusle eingeweiht.
03.12.2006: Bereits zum 21. Mal wurde das Himmelstadter Weihnachtspostamt feierlich eröffnet. Weihbischof Helmut Bauer und zahlreiche Besucher feierten auf dem Kirchplatz mit.
02.12.2007: Das einzige Weihnachtspostamt in Bayern wurde zum 22. Mal eröffnet. Staatsminister Eberhard Sinner vertrat den bayerischen Ministerpräsidenten Beckstein, dessen Kommen angekündigt war. Er überbrachte nicht nur Grüße von Günter Beckstein, der als Nürnberger eine besondere Beziehung zu Weihnachtsmärkten habe und Himmelstadt unbedingt kennenlernen müsse, sondern auch vom ehemaligen Postminister Wolfgang Bötsch.
30.11.2008: Viel Lob erhielt Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei der Eröffnung des Weihnachtspostamtes in Himmelstadt für ihren geschickten Umgang mit dem Ersttagsstempel von Werner Scheller, Präsident a. D. der Deutschen Post und auch seit Jahren Weihnachtspostamtsminister. In der Adventszeit waren 25 ehrenamtliche Helfer unter der Leitung von Rosemarie Schotte damit beschäftigt, die rund 63.000 eingegangenen Briefe zu beantworten.
29.11.2009: Bischof em. Paul-Werner Scheele war am ersten Adventssonntag Gast bei der Eröffnung des Weihnachtspostamts in Himmelstadt. Dabei setzte der Bischof zusammen mit der Europaabgeordneten Dr. Anja Weisgerber den traditionellen Ersttagsstempel, der um die Weltkugel kreisende Briefe mit Ziel „Himmelstadt“ zeigt.

Wie dieses besondere Postamt entstanden ist, weiß niemand mehr so ganz genau.

Einst soll ein Brief, der einfach nur an das Christkind gerichtet war, in Himmelstadt gelandet sein.

Der damalige Posthalter beantwortete den Brief. Als nach und nach immer mehr Briefe ankamen hat der Lehrer Valentin Karle die Aufgabe übernommen, bis er eines Tages die Flut der Briefe nicht mehr bewältigen konnte.

Im Jahr 1991 übernahm die Familie Anton Wirth mit vielen ehrenamtlichen Helfern die Beantwortung der Briefe aus Deutschland und der ganzen Welt.

Seit 1994 ist Frau Rosemarie Schotte die Leiterin des Weihnachtspostamts und erledigt diese wunderschöne Aufgabe mit ca. 25 bis 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Nach Vorlagen der Deutschen Post AG, übernommen und ergänzt von Günter Hofmann und Rosemarie Schotte.


Mit freundlicher Unterstützung: